?G?nse verdr?ngen die Wiesenbr?ter?
Datum: Monday, 09.June. @ 14:02:53 CEST
Thema: News


Nein, kein Ostfriesenwitz, aber bauernschlauer und dreister geht?s nimmer: ?G?nse verdr?ngen die Wiesenbr?ter? t?nte Klaus Borde, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Zweigvereins Niederrheiderland in der Ostfriesen Zeitung vom 03. M?rz 2014:
Gaense_Wiesenbrueter_OZ_13Maerz2014. Sie fr??en die Weiden kahl, dass Wiesenv?gel keine Deckung mehr f?nden; au?erdem trockne der Boden aus, sodass die Wiesenbr?ter nicht mehr nach Nahrung stochern k?nnten, die K?ken f?nden keine Insektennahrung mehr. Hie?e dieser Landwirtschaftsfunktion?r Pinocchio, h?tte er die l?ngste Nase der Welt!...

Fakt ist, dass die Industrielandwirtschaft mehrfach im Jahr, schon im zeitigen Fr?hjahr bis in den Sommer, das Gr?nland m?ht. Vorher wird geschleppt und gewalzt, zwischendurch G?lle in enormen Mengen aufgebracht. Das ?berlebt kein Gelege und keine Brut. Das Gr?nland wird zudem dr?niert und mit Herbiziden behandelt.

Was den G?nsen angelastet wird, verursacht in Wirklichkeit die Landwirtschaft, deren Funktion?re mit diesen erfundenen Horrorgeschichten sogar Politiker einzulullen versuchen, und die sich auch beschwatzen lassen! Hintergrund dieser Desinformation ist die Auflage f?r die Landwirte, die am Vertragsnaturschutz teilnehmen und daf?r fast 6 Millionen Euro Steuergelder j?hrlich f?r tats?chliche oder gar keine Fra?sch?den kassieren, dass nun auch mindestens auf einem Hektar Fl?che pro zehn Hektar Fl?che f?r den Vertragsnaturschutz nun auch Ma?nahmen f?r den Wiesenvogelschutz getroffen werden m?ssen. Diese Koppelung ist den Bauern ein Dorn im Auge. Da m?sste man ja tats?chlich gestalten und unter Verzicht t?tig werden, statt nur die H?nde aufzuhalten.

Das Bundesnaturschutzgesetz (? 44, Abs. 4) bietet ganz ohne teure Kompensationsma?nahmen die M?glichkeit f?r die Naturschutzbeh?rden, die nimmersatten Subventionsbauern per Anordnung zum Artenschutz zu zwingen, und zwar schon dann, wenn der Erhaltungsszustand der lokalen Population gef?hrdet ist! Nur werden diese einfachen gesetzlichen Ma?nahmen in unserer Lobbyistenrepublik kaum angewendet. Warum eigentlich nicht?

Und W?lfe, die im Rudel auftreten, nennt man im Englischen ?brigens ?Pack?!

? 44 (4) BNatSchG: Entspricht die land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Bodennutzung und die Verwertung der dabei gewonnenen Erzeugnisse den in ? 5 Absatz 2 bis 4 dieses Gesetzes genannten Anforderungen sowie den sich aus ? 17 Absatz 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes und dem Recht der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft ergebenden Anforderungen an die gute fachliche Praxis, verst??t sie nicht gegen die Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote. Sind in Anhang IV der Richtlinie 92/43/EWG aufgef?hrte Arten, europ?ische Vogelarten oder solche Arten, die in einer Rechtsverordnung nach ? 54 Absatz 1 Nummer 2 aufgef?hrt sind, betroffen, gilt dies nur, soweit sich der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art durch die Bewirtschaftung nicht verschlechtert. Soweit dies nicht durch anderweitige Schutzma?nahmen, insbesondere durch Ma?nahmen des Gebietsschutzes, Artenschutzprogramme, vertragliche Vereinbarungen oder gezielte Aufkl?rung sichergestellt ist, ordnet die zust?ndige Beh?rde gegen?ber den verursachenden Land-, Forst- oder Fischwirten die erforderlichen Bewirtschaftungsvorgaben an. Befugnisse nach Landesrecht zur Anordnung oder zum Erlass entsprechender Vorgaben durch Allgemeinverf?gung oder Rechtsverordnung bleiben unber?hrt.

(Quelle: Wattenrat)





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